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Straßenkater Lucky:
Als wir im
Sommer 2006 unser
neu renoviertes Haus bezogen, ahnten wir nicht, dass wir unwissentlich
einen süßen schwarzen Kater als "Mitbewohner"
adoptiert
hatten.
Wir wunderten uns zwar, dass unter unserer Hecke im Vorgarten immer ein
und derselbe Kater lag, dachten aber nicht weiter darüber
nach. Da
wir ja aufs Land gezogen waren, war es ja auch normal, dass man hin und
wieder die ein oder andere Katze sieht, dachten wir...
Wir waren der Meinung, dass sich der Kater bald nicht mehr blicken
lassen würde, wenn er herausgefunden hat, dass hier 2 Hunde
eingezogen sind. Aber dieser Kater lag trotz der Hunde Tag für
Tag
unter unserer Hecke im Vorgarten. Es war auch immer dieser eine Kater,
der in unserem Vorgarten schlief, nie haben wir eine andere
Katze
in der Nachbarschaft gesehen.
So langsam wurden wir neugierig und wollten wissen, was es mit diesem
Kater auf sich hatte. Also gingen wir eines Tages (der Kater lag wieder
unter unserer Hecke im Vorgarten) vorsichtig auf ihn zu. Der Kater
machte keine Anstalten, zu verschwinden und er sah auch nicht so aus,
als hätte er Angst vor uns. Im Gegenteil: Der Kater stand auf
und
kam schnurrend auf uns zu. Er streifte um unsere Beine und miaute
leise. Wir versuchten den Kater anzufassen, und tatsächlich
ließ der Kater sich streicheln. Ohne Scheu legte der Kater
sich
auf die Seite und schnurrte immer lauter.
Unsere Neugier wurde immer größer und so fingen wir
an die
Nachbarn zu fragen, ob sie etwas über diesen Kater
wüssten.
Und tatsächlich konnte uns unsere Nachbarin von
gegenüber
Luckys Geschichte erzählen...
Lucky war ein ganz "normaler" Hauskater, der in einer Familie gewohnt
hatte - in der Familie, in dessen Haus wir gezogen waren. Als Luckys
Familie umzog, ließen sie ihn einfach zurück, wie
ein
Möbelstück, das man nicht mehr braucht. Seit dem Tag,
an dem
Luckys Familie verschwand, lag er Tag für Tag unter der Hecke
in
unserem Vorgarten und wartete, dass seine Familie wieder zu ihm
zurück kommt. Er wartete ganze 3 Monate (so lange stand das
Haus
leer) Tag für Tag und Nacht für Nacht.
Uns kamen die Tränen als wir diese Geschicht hörten
und
beschlossen, von nun an für Lucky zu sorgen, aber mit ins Haus
nehmen
konnten wir ihn leider nicht. Zwar kommt Far-Chicco mit Katzen zurecht
- er war an Katzen gewöhnt, aber Liberty hätte sich
nie an
eine Katze gewöhnen können. Noch heute muss man sie
konsequent zurückhalten, damit sie nicht auf Lucky
losstürmt,
wenn sie ihn im Vorgarten liegen sieht.
So bleibt uns nur "unserem" Lucky täglich sein Futter und sein
Wasser unter die Hecke im Vorgarten zu stellen und ihm hin und wieder
ein paar Streicheleinheiten zu schenken, wenn er uns schnurrend
entgegen
kommt.
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